Training für Daheim

Hallo liebe Billard-Begeisterte!

Die letzten Wochen und Tage seit dem Shut-Down geht es uns allen in zumindest einer Sache gleich: Unserem Sport! Wir vermissen unsere Freunde und unsere Bekannten die wir im Verein immer treffen, wir vermissen den Spaß in unser aller, zum Ende hin beinahe schon täglicher, Interaktion und Kommunikation, und vor allem vermissen wir das Billardspielen. Wir können euch leider nach aktuellem Stand noch nicht mit einer Öffnung der Spielstätten in näherer Zeit trösten, allerdings zeigen wir euch wie ihr von daheim und auch ohne Tisch und Queue gut in Form für den Start bleiben könnt. Klar ist das nicht das Gleiche, aber damit habt ihr zumindest einen Zeitvertreib bis es wieder losgeht!



Das Erste das wir in unserer Isolation durch mangelnder Bewegung verlieren ist unsere Muskulatur und Beweglichkeit. Sobald wir unsere Muskeln nicht mehr nutzen baut sie der Körper innerhalb von acht bis zehn Tagen ab, das heißt, dass ihr die Muskelkater und die Anstrengungen die ihr als Anfänger in diesem Sport hattet oder auch habt alle wieder von vorne zu spüren bekommen werdet (wahrscheinlich nicht ganz so heftig), solange ihr nichts dagegen tut. Die gute Nachricht: Es gibt etwas, das nennt sich Muscle-Memory-Effect und beschreibt nichts anderes, als dass sich die Muskeln zwar abbauen, sie aber sehr schnell, und um einiges schneller als bei neuer Muskelbetätigung, wieder aufbauen. Nun zu den Übungen: Je nach Muskelregion sind die unterschiedlichsten Übungen zu finden. Für den Rücken: Beine heben im Vierfüßlerstand, Beckenlift usw. Ganzkörper: Unterarmstütz, Seitstütz, Superman, usw. Rumpf: Aufrollen, Einbein-Sit-Ups, Kicks in Rückenlage, Fersen-Crunch, usw. Und vieles mehr. Am besten sucht ihr einfach nach Bodyweight-Übungen im Internet, da findet man reichlich Übungen mit Anleitungen zum Durchführen oder seht euch eines dieser mittlerweile sehr beliebten Mit-Mach Videos an.

Wie wir alle wissen, aber auch nur zu gerne vergessen, geht es im Billard-Sport allerdings nicht nur um physische, sondern auch um mentale Stärke. Auch die besten Spieler sind nicht automatisch mental die Stärksten. Daher: Mental Training! Wozu ihr das braucht? Wenn der Kopf schon glaubt, dass ihr etwas nicht schafft, der Gegner zu stark ist oder ihr heute „einfach nicht in Form seid“, dann werdet ihr auch nicht euer Bestes geben können und keinen Erfolg haben können! Unser Gehirn spricht auf diese Bewusstseinsübung positiv an, was nicht nur unsere Einstellung zur Situation ändert, sondern auch unseren ganzen Körper beeinflusst. Das funktioniert allerdings so wie vieles im Leben nur mit Übung, Wiederholung und Zeit, die wir ja momentan alle haben.

Welche Möglichkeiten gibt es nun für Mental-Training?

Es gibt 5 Möglichkeiten sein Selbstbewusstsein zu stärken. Zu aller erst die Meditation, dann Achtsamkeitsübungen, Affirmationen und Mantras, autogenes Training, sowie Visualisierung. Mit Meditation erreicht man Entspannung, die sich wiederum sehr stark auf unsere Konzentration auswirkt. So ähnlich funktionieren die Achtsamkeitsübungen, bei denen man das Gehirn darauf trainiert sich nur auf eine ausgewählte Sache zu konzentrieren. Affirmationen und Mantras sollen im Kopf nur positive Gedanken verursachen, es basiert darauf, dass wenn man sich wiederholt sagt, dass man gut ist oder, dass man das schafft und das erreichen kann, sich das Gehirn auch darauf einstellt. Das funktioniert, – natürlich nur langfristig – weil das Gehirn nur schwer Fiktion von Realität unterscheiden kann. Autogenes Training wird auch in der Hypnose angewandt, dabei werden Sätze im Kopf verankert, die dann eine bestimmte Reaktion hervorrufen, wie zum Beispiel: „Ich bin ganz ruhig, nichts kann mich stören.“ Dafür soll die Ausgangslage des Körpers allerdings bereits so gut wie möglich entspannt sein. Zuletzt die Visualisierung, bei der man sich gedanklich das Bild der Realität vorstellt, das man erreichen möchte.

Genaueres findet ihr allerdings unter: https://www.selbstbewusstsein-staerken.net/mentales-training/

Eine Art sich zu verbessern braucht man Billardspielern wohl gar nicht erst sagen: Videos ansehen. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen sich ein Video ansehen, um gespannt auf das Ergebnis zu warten und ein Video anschauen, um etwas daraus zu lernen. Konzentriert euch beim Ansehen auf einen bestimmten Aspekt zum Beispiel Stellungsspiel, und überlegt euch wie das erzielte Ergebnis – in diesem Fall die Stellung – erreicht wurde. Versucht das zu visualisieren und zu durchdenken. Hier gibt es viele Möglichkeiten, ein weiteres wäre spielen über Banden. Beobachtet genau den Lauf der Kugel und spielt es dann im Kopf nach. Oder spielt gleich eine Runde Billard nur in Gedanken. In einer Studie hat man herausgefunden, dass man sich durch Training im Kopf nur marginal weniger verbessert, als beim aktiven Training.

Zu guter Letzt bleibt euch noch die Möglichkeit, vor allem unter den Anfängern aber auch unter den bereits erfahreneren Spielern, die Regeln noch einmal durchzulesen und zu lernen. Gerade im Billard sind Uneinigkeiten über Regeln und Unsicherheit in diesem Bereich sehr störend und können den Spielfluss behindern. Vielleicht lernt ihr dabei etwas Neues, aber mit Sicherheit erleichtert ihr euch und euren zukünftigen Gegnern eine Menge Diskussion.


Alles Gute, bleibt gesund und hoffentlich sehen wir uns alle bald wieder ohne Risiko durch Infektion!



Euer PBC NEONOVUS Wels



PS.: Lisa begleitet euch durch die Isolation. Liebe Grüße!

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