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3. B-Turnier im NEONOVUS WELS

  • Admin
  • 15. Okt.
  • 8 Min. Lesezeit
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Wir gratulieren unserem Spieler Christoph Watzinger zum 3. Platz

Bericht:

Am 05.07.2025 wurde es heiß – nicht nur draußen, sondern auch auf den Tischen des PBC Neonovus Wels, wo das dritte B-Turnier der Saison über die Bühne ging. Trotz hochsommerlicher Temperaturen ließen es sich 35 Teilnehmer nicht nehmen, ihr Können im Neunerball zu zeigen. Gespielt wurde in einem 64er Doppel-K.O.-Raster, wobei die letzten 16 Spieler in den K.O.-Modus wechselten.

Schon in der ersten Runde wurde klar, dass hier niemand freiwillig das Feld räumen würde. Aufgrund der Rastergröße gab es nur drei Partien zu Beginn – aber die hatten es in sich:

  • Martin Noichl zeigte gleich zum Auftakt, dass mit ihm zu rechnen ist und ließ Ludwig Gebetsberger beim 5:1 keine Chance.

  • Anel Jukic tat es ihm gleich und schickte Markus Scheubmayr mit demselben Ergebnis in die Hoffnungsrunde.

  • Und auch Moritz Engl ließ keinen Zweifel aufkommen, dass er nach längerer Turnierpause mehr wollte – mit einem klaren 5:1 gegen die einzige Dame im Feld, Beatrix Watzinger, die sich jedoch tapfer schlug und sich in der Hoffnungsrunde noch beweisen konnte.

Mit dabei war auch Valerian Zachhuber, der einzige Junior – was das Feld noch bunter machte und einmal mehr zeigte: Beim Billard gibt es keine Altersgrenzen – nur Kugeln, Queue und Kampfgeist.

Erste Winner-Runde – keine Geschenke

In der ersten Gewinnerrunde wurde das Feld ordentlich durchgeschüttelt – einige klare Siege, einige echte Krimis und einige große Namen, die schon früh unter Druck gerieten.

Markus Weichhart setzte mit einem deutlichen 5:0 gegen Martin Noichl ein kräftiges Ausrufezeichen. Nach dem klaren Auftaktsieg gegen Gebetsberger hatte man Martin auf dem Zettel – aber gegen Weichhart war nichts zu holen.

Stephan Krumphuber lieferte gegen Markus Anzenberger eine Zitterpartie, die er am Ende hauchdünn mit 5:4 für sich entschied.

Ebenfalls dominant:

  • Alexander Schneider ließ Martin Fuchsgruber keine Luft zum Atmen: 5:0.

  • Christoph Watzinger tat es ihm gleich und schickte Klaus Öhler mit einem White-Wash in die Hoffnungsrunde.

  • Auch Hermann Zeilermayr ließ gegen Jürgen Schaffer nichts anbrennen: 5:0.

Knapper ging es bei Roland Reisinger und Parinja Phawichanda zu – hier musste alles gegeben werden. Am Ende 5:4 für Reisinger.

Manuele Teso und Frank Leinweber boten ebenfalls Spannung pur – auch hier setzte sich Teso mit 5:4 durch.

Weitere Ergebnisse der ersten Runde:

  • Stefan Schmidinger dominierte gegen Thomas Erhartmaier mit 5:1.

  • Mirzet Pandur, der aktuelle Serienmeister bei den Senioren, machte mit Anel Jukic kurzen Prozess – 5:1.

  • Radu Goldis zeigt starke Form gegen Jochen Bichler – 5:1.

  • Patrick Thallinger ließ Valerian Zachhuber beim 5:2 kaum ins Spiel kommen.

  • Andreas Dreschberger mit solidem Auftritt gegen Nico Marhavy – 5:1.

  • Markus Pfistermüller ebenso klar gegen Michael Tischlinger – 5:1.

  • Christian Hütter schickte Albert Marjanovic mit einem überzeugenden 5:0 nach unten.

  • Alfred Purrer musste gegen Jochen Pinitsch etwas mehr kämpfen, konnte aber mit 5:3 den Sieg einfahren.

  • Und zum Abschluss der Runde besiegte Alexander Blacher Moritz Engl mit 5:2.

Aufstieg in die Top 16 – jetzt wurde es ernst

Die zweite Gewinnerrunde hatte es in sich – denn hier ging es bereits um den direkten Einzug in die K.O.-Phase der letzten 16. Und wie es sich gehört, wurde um jeden Frame gefightet, als ginge es um den Titel selbst.

Markus Weichhart machte dort weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Auch Stephan Krumphuber konnte den Lauf des formstarken Weichhart nicht stoppen – 5:2, erneut souverän.

Alexander Schneider ließ sich ebenfalls nicht aus der Ruhe bringen. Nach dem White-Wash in Runde 1 setzte er sich auch gegen Mannschaftskollegen Roland Reisinger mit 5:2 durch.

Manuele Teso, bereits im ersten Spiel knapp weitergekommen, zeigte diesmal Nervenstärke – und bezwang Stefan Schmidinger deutlich mit 5:2.

Eines der engsten Matches der Runde lieferten sich Hermann Zeilermayr und Christoph Watzinger – ein familiäres Duell mit Feuer! Am Ende behielt Hermann mit 5:4 knapp die Oberhand und zog in die Top 16 ein.

Ein echter Kracher war auch das Duell zwischen Radu Goldis und dem mehrfachen Seniorenmeister Mirzet Pandur – das Spiel bestand aus intensiven Frames und taktischem Billard. Am Ende setzte sich Radu mit 5:4 durch und schickte Mirzet überraschend in die Hoffnungsrunde.

Andreas Dreschberger ließ dagegen keinen Zweifel aufkommen: Mit einem klaren 5:0 gegen Patrick Thallinger sicherte er sich sein Ticket ins Achtelfinale mit einem Statement-Sieg.

Markus Pfistermüller blieb gegen den offensiv starken Christian Hütter cool und gewann souverän mit 5:1.

Am unteren Ende des Rasters setzte sich Alexander Blacher mit 5:2 gegen Alfred Purrer durch – auch er damit sicher unter den besten 16.

Spannung in der Hoffnungsrunde – wer bleibt dran?

Während sich oben im Gewinnerbaum bereits die Top 16 herauskristallisierten, tobte auf der Verliererseite ein echter Überlebenskampf. Ein Scheitern hier bedeutete das Aus – und viele zeigten, dass sie noch lange nicht zum Zuschauen bereit waren.

Zweite Verliererrunde – erste Nervenproben

  • Anel Jukic sicherte sich mit einem 5:3 gegen Ludwig Gebetsberger den Verbleib im Turnier.

  • Martin Noichl, der nach starkem Start unglücklich gegen Weichhart verloren hatte, rehabilitierte sich mit einem 5:2 gegen Markus Scheubmayr.

  • Jürgen Schaffer gewann das Duell gegen Beatrix Watzinger, die sich auch in diesem Spiel nicht kampflos geschlagen gab – am Ende 5:2 für Schaffer.

Dritte Verliererrunde – Kampf um jeden Frame

Jetzt wurde es richtig eng. Die dritte Runde der Hoffnung brachte einige echte Krimis und zeigte: Wer hier weiterkommt, will mehr als nur ein Trostpflaster.

  • Anel Jukic setzte sich in einem Herzschlagmatch mit 5:4 gegen Jochen Bichler durch – der knappe Sieg ließ ihn auf mehr hoffen.

  • Der einzige Junior, Valerian Zachhuber überzeugte gegen Nico Marhavy und kickte ihn mit einem 5:2 aus dem Bewerb.

  • Albert Marjanovic meldete sich mit einem klaren 5:2 gegen Michael Tischlinger zurück ins Turnier.

  • Auch Moritz Engl, der zuvor gegen Blacher unterlag, kämpfte sich gegen Jochen Pinitsch mit 5:3 wieder nach vorn.

  • Markus Anzenberger gegen Martin Noichl war ein echter Abnutzungskampf – am Ende hatte Anzenberger knapp die Nase vorn: 5:4.

  • Parinja Phawichanda schob sich mit einem soliden 5:1 gegen Martin Fuchsgruber weiter.

  • Thomas Erhartmaier ließ sich von der frühen Niederlage nicht beeindrucken und gewann mit 5:2 gegen Frank Leinweber.

  • Und zum Abschluss der Runde rang Klaus Öhler Jürgen Schaffer mit 5:3 nieder- ein verdienter Sieg in einer Partie auf Augenhöhe.

Letzte Chance: Die Loser Qualification entscheidet

Die letzte Verliererrunde – auch bekannt als „Loser Qualification“ – war der finale Showdown ums Überleben. Wer hier verlor musste seine Queues für dieses Turnier einpacken. Wer gewann, rückte in das prestigeträchtige Feld der letzten 16 vor. Die Duelle waren intensiv – teils taktisch geprägt, teils echte Feuerwerke.

  • Anel Jukic setzte seinen beeindruckenden Lauf in der Hoffnungsrunde fort und bezwang Roland Reisinger mit 5:2

  • Für eine kleine Sensation sorgte Valerian Zachhuber, der im internen Vereinsduell gegen Stephan Krumphuber mit 5:1 brillierte – cool, fokussiert und verdient weiter.

  • Christoph Watzinger zeigte sich gegen Albert Marjanovic souverän und spielte sich mit einem 5:2 in die K.O.-Runde.

  • Stefan Schmidinger musste gegen Moritz Engl hart arbeiten, konnte sich am Ende aber mit 5:3 durchsetzen.

  • Markus Anzenberger bezwang Patrick Thallinger mit 5:2 – auch er damit zurück auf Kurs.

  • Für eine der größeren Überraschungen sorgte Parinja Phawichanda, der Mirzet Pandur mit einem deutlichen 5:1 nach Hause schickte – ein Ausrufezeichen.

  • Thomas Erhartmaier und Alfred Purrer lieferten sich einen wahren Nervenkrimi – am Ende hatte Thomas das Quäntchen mehr Konzentration und gewann hauchdünn mit 5:4.

  • Und schließlich dominierte Christian Hütter gegen Klaus Öhler mit einem glasklaren 5:0.

K.O.-Phase – Achtelfinale: Jeder Stoß zählt

Die letzten 16 standen fest – jetzt ging es im K.O.-Modus zur Sache. Fehler wurden sofort bestraft, die Tische waren gnadenlos ehrlich. Wer hier weiterkommen wollte musste nicht nur Kugeln lochen, sondern auch Nerven aus Stahl zeigen.

Markus Weichhart und Parinja Phawichanda lieferten sich gleich zum Auftakt ein enges Match mit allem, was dazugehört: Tollen Breaks, fordernden Safties und taktischen Duellen. Weichhart behielt in den entscheidenden Situationen die Übersicht: 5:4.

Alexander Schneider ließ Thomas Erhartmaier nur wenig Chance und kaum Zeit am Tisch. Mit einem souveränen 5:0 zeigte er, dass er heute ganz nach oben wollte.

Christoph Watzinger meldete sich mit einem starken Statement zurück und fegte Manuele Teso ebenfalls mit 5:0 vom Tisch.

Auch Hermann Zeilermayr blieb fokussiert und bezwang Stefan Schmidinger mit 5:3 – eine Partie auf technisch hohem Niveau.

Der jüngste Teilnehmer sorgte abermals für Aufsehen. Valerian Zachhuber zeigte mit einem starken 5:3 über Radu Goldis Mut, Präzision und Coolness – man darf in Zukunft noch einiges von ihm erwarten.

Andreas Dreschberger hielt Christian Hütter klar in Schach. Mit 5:2 zog er ungefährdet in die Runde der letzten Acht ein.

Markus Pfistermüller stoppte die Siegesserie von Anel Jukic, Pfistermüller war am Ende zu stark und gewann mit 5:3.

Im letzten Achtelfinale setzte sich Markus Anzenberger mit 5:3 gegen den offensivstarken Alexander Blacher durch – ein hart erkämpfter Sieg.

Viertelfinale – das Feld lichtet sich

Die Spannung stieg, denn jeder wusste: Noch einen Sieg bis zum Stockerl. Und die Paarungen hatten es in sich.

Markus Weichhart setzte seinen starken Lauf fort. Gegen Alexander Schneider, der bis dahin kaum einen Frame abgegeben hatte, zeigte er erneut seine Klasse. Mit 6:3 zog er verdient ins Halbfinale ein.

Christoph Watzinger ließ gegen Hermann Zeilermayer nichts anbrennen. Mit sicherem Positionsspiel und hoher Lochquote dominierte er das Match – 6:2 für Watzinger.

Valerian Zachhuber musste sich in einem hochklassigen Duell dem routinierten Andreas Dreschberger geschlagen geben. Trotz beherztem Spiel unterlag er mit 4:6, zeigte aber erneut, dass er zur neuen Spitze gehört.

Das engste Viertelfinale bestritten Markus Pfistermüller und Markus Anzenberger – beide auf Augenhöhe, beide mit Siegeswillen. Beim Stand von 5:5 entschied ein kleiner Fehler das Match – 6:5 für Anzenberger.

Halbfinale – Prestige, Druck und Nervenkitzel

Im ersten Halbfinale kam es zum Duell zweier formstarker Spieler: Markus Weichhart gegen Christoph Watzinger. Weichhart setzte sich mit der nötigen Konsequenz durch, spielte druckvoll und taktisch sauber – 6:3, Einzug ins Finale.

Im zweiten Halbfinale traf Andreas Dreschberger auf Markus Anzenberger – eine Partie auf Messers Schneide. Beide schenkten sich nichts. Beim Stand von 5:5 musste sich Anzenberger die Acht so stellen, dass er sie mit einem Banker lochen konnte, denn diese war fast press mit der letzten entscheidenden Neun.

Anzenberger bankte diese Acht mit kühner Selbstverständlichkeit, setzte jedoch die letzte Kugel daneben und gab Dreschberger die Chance um doch noch ins Finale einzuziehen.

Völlig perplex nochmal an den Tisch zu kommen, verschoss auch Dreschberger die Neun und reichte Anzenberger die Hand um seine Niederlage einzugestehen. 6:5 für Anzenberger – ein erneuter Thriller bis zum letzten Frame.

Finale – Weichhart vs. Anzenberger: Ein Spiel für die Geschichtsbücher

Zwei Spieler, beide überragend durch das Feld marschiert, standen sich nun gegenüber: Markus Weichhart gegen Markus Anzenberger. Und das Finale hielt, was es versprach.

Es ging hin und her, kein Spieler konnte sich deutlich absetzen. Weichhart führte – Anzenberger glich aus. Anzenberger ging in Führung – Weichhart konterte. Beim Stand von 6:6 war klar: Der letzte Frame würde entscheiden.

Und dieser letzte Frame kam anders als erwartet. Die Partie lag schwierig und so kam es zu einem Safe Duell. Anzenberger versteckte durch einen präzisen Stoß den Spielball an der unteren kurzen Bande und die zu spielende Kugel hinter der Neun am anderen Ende des Tisches.

Weichhart umkreiste ein paarmal den Tisch, die entstandene Kombi zeigt nicht auf die gegenüberliegende Ecktasche. Jedoch hatte Weichhart hier etwas anderes im Sinn – mit viel Effet spielte er die Weiße in die obere kurze Bande, traf den Ball (die 4), dieser katapultierte die Neun gegen die untere kurze Bande und langsam aber stetig rollte die Neun weiter auf die obere rechte Ecktasche zu.

Als die Neun die Mitteltasche passierte hob Weichhart die Hand, denn er wusste was passieren würde. Mit der gefühlt letzten Ballumdrehung fiel die Neun ins Loch und Weichhart war der Sieger – ein episches Finale.

Wir gratulieren Markus Weichhart zum Turniersieg!

Mit unerschütterlicher Ruhe, konstant hoher Qualität und einem starken Finale holt sich Markus Weichhart verdient den Sieg im 3. B-Turnier in Wels.

Ebenso herzlichen Glückwunsch an Markus Anzenberger zum starken zweiten Platz – eine beeindruckende Leistung mit Siegen in den K.O.-Runden gegen sehr starke Gegner.

Platz drei teilen sich Christoph Watzinger und Andreas Dreschberger, die beide mit viel Spielwitz und Ehrgeiz auftraten und nur knapp am Einzug ins Finale scheiterten.

Ein großes Dankeschön geht wie immer an das Team vom PBC Neonovus Wels für die Organisation und Durchführung des Turniers – bei diesen Temperaturen für kühle Köpfe zu sorgen ist wahrlich eine Leistung!

Weiters möchte sich der OÖPBV bei Alexander Schneider für die Turnierleitung und den tollen Turnierbericht bedanken!

 

Foto: A.W., Bericht: A.S.


 
 
 

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